Clean Clothes und Fair Trade – Wie Geschäft und Soziales zusammengehen

Man erfuhr im Zuge der Berichterstattung, dass dort Hungerlöhne und Arbeitshetze zum Alltag gehören. Der dortige Staat hat Gewerkschaften bis Mitte letzten Jahres verboten und Hungerlöhne sowie mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen zugelassen.
Warum die großen Textilunternehmen in Ländern wie Bangladesch „Knochenarbeit“ (Spiegel) stattfinden lassen, dazu gibt es unterschiedliche Erklärungen: Die einen sagen, es läge daran, dass Produzenten wie Konsumenten nur auf den Preis schauen, andere behaupten, es läge am staatlichen Wegschauen.
Auf dem Workshop sollen die verschiedenen Erklärungen und die aus ihnen folgenden Vorschläge für die Praxis auf ihre Richtigkeit hin geprüft werden – denn entsprechend der Erklärungen sieht auch die Praxis aus: Die einen wollen die Wirtschaft sozialer machen, etwa durch Kaufboykott-Aktionen und die Entscheidung, fair produzierte Kleidung und fair gehandelte Lebensmittel zu kaufen, andere rufen nach Arbeitnehmerschutzgesetzen und höheren Mindestlöhnen.
Dabei soll es auch um die Fragen gehen:

- nach welchem Grundsatz faire Löhne gezahlt werden
- was „fair“ überhaupt heißt
- woher es kommt, dass die Forderung nach fairer Produktion ständig aufs Neue aufkommt
- ob der Konsument mit seiner Kaufentscheidung bessere Bezahlung sicherstellen kann
- warum es von großen Unternehmen soziale Selbstverpflichtungserklärungen gibt und warum sie doch nichts nützen
- warum Firmen aus Hochlohnländern wie der EU anderswo Niedrigstlöhne zahlen

Die Veranstaltung findet statt in der Reihe 'Einführung in die Kapitalismuskritik". Siehe dazu http://http://antikapitalismusbw.blogsport.de/

Die Veranstaltung hat zwei Teile:

1.) Teil 1 stellt die ökonomische Situation dar
2.) Teil 2 behandelt die Leistung von Fair Trade

Jahr der Aufzeichnung: 
2015
Referent(en):