Von der Subversion zur Rechtfertigung - Der Nationalsozialismus und die Erinnerung an ihn

Heute hat die offizielle Politik hingegen eine umfassende Erinnerungskultur etabliert. Bei Gedenkveranstaltungen zur Befreiung von Auschwitz oder zum Ende des Nationalsozialismus in Bundestag und -rat zitiert man sogar einen Theodor W. Adorno. Dabei hatte dieser seinen Vortag von 1959 zur Aufarbeitung der Vergangenheit damit geschlossen, dass diese erst aufgearbeitet war, wenn die „Ursachen des Vergangenen beseitigt wären“ und dachte dabei an die praktische Beseitigung des Kapitalismus.

Der Vortrag vergegenwärtigt zunächst die Verdrängung die 50ger bis 70ger Jahre, um in Anschluss an diese die Veränderungen des öffentlichen Gedenkens in den letzten 35 Jahren zum umreißen und die Frage aufzuwerfen vor welcher Aufgabe ein Erinnern an den Nationalsozialismus heute steht.

Der Mittschnitt ist in zwei Teile gegliedert: Teil 1 ist der Vortrag / Teil 2 ist die Zusammenfassung, das Fazit und die Diskussion

Jahr der Aufzeichnung: 
2015
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